Auf einen Schnack mit Juliane – Studentische Hilfskraft im International Office

Juliane Wloch arbeitet als Incoming Student Coordinator für das International Office an der Hochschule Stralsund. Die Studentin studiert den Studiengang Internationales Wirtschaftsingenieurwesen und ist seit einem Jahr für das International Office tätig.

Hallo Juliane! Du arbeitest als studentische Hilfskraft im International Office der Hochschule. Was genau machst du?

Ich bin als Unterstützung für unseren Incoming Koordinator tätig. Hauptsächlich jedoch kümmere ich mich um das Buddy-Programm für unsere internationalen Studierenden und organisiere Exkursionen in verschiedene Städte rund um Stralsund, um ihnen einen kleinen Einblick von Deutschland zu geben.

Wie bist du auf diese Tätigkeit gekommen?

Ich hatte Glück, an diese Stelle zu kommen. Durch einen Verein lernte ich meine Vorgängerin kennen und sie hat mich noch als Erstsemester direkt vermittelt, als sie durch einen Auslandsaufenthalt ihre Stelle abgeben musste.

Was ist für dich der schwierigste Teil deiner Arbeit?

Das Schwierigste ist für mich, dass man nie richtig von der Arbeit abschalten kann. Ich will zum Beispiel für meine Stralsunder Buddies immer erreichbar sein, falls es zu Problemen oder wichtigen Fragen kommt. Dafür lese ich eben auch in meinem Urlaub meine Mails und bekomme abends Nachrichten auf Facebook oder Whatsapp. Es vergeht selten ein Tag, an dem ich nicht irgendwie etwas mit meiner Arbeit zu tun habe.

Was gefällt dir besonders?

Den meisten Spaß macht es mir, die internationalen Studierenden kennen zu lernen. Vor allem wenn ich vor ihrer Ankunft mit ihnen in Kontakt stand, ist es spannend, endlich auch den Menschen persönlich zu treffen. Ich freue mich immer richtig, wenn ich für meine Stralsunder Buddies einspringen darf, um die Studierenden am Bahnhof abzuholen.

Für mich ist es sehr spannend, fremde Kulturen im eigenen Land zu erleben und davon für meine Persönlichkeit zu profitieren. Vor allem während der Exkursionen lerne ich die Teilnehmer besser kennen und es entstehen sehr spannende Gespräche bezüglich Traditionen, Denkweisen und Zukunftsziele.

Habst du dementsprechend direkten und persönlichen Kontakt zu den internationalen Studierenden?

Ja genau. Ich laufe sowieso den meisten früher oder später auf dem Campus über den Weg, aber vor allem durch die Exkursionen und wenn ich für meine Buddies einspringe, lerne ich viele Gesichter näher kennen.

Was sind die größten Schwierigkeiten für die internationalen Studierenden?

Ich glaube, die internationalen Studierenden unterschätzen oft, bevor sie nach Deutschland kommen, wie kompliziert unsere Bürokratie ist. Viele von ihnen müssen mehrmals zur Ausländerbehörde oder müssen sehr lange auf die Eröffnung eines Kontos warten, da sie sich nicht im Voraus darum gekümmert haben. Manche glauben, dass auch wenn man ein Dokument nicht vorweisen kann, trotzdem eine Anmeldung möglich ist.

Glaubst du, es wird sich in Zukunft etwas ändern bezüglich des Zusammenlebens von internationalen Studierenden und einheimischen Studierenden vor Ort?

Ich finde, dasss wir hierbei auf einem ganz guten Weg sind. Es werden neue Projekte aufgebaut, wie zum Beispiel der internationale Stammtisch, um den Austausch weiter zu fördern und auszubauen.

Habst du selbst das feste Ziel, ins Ausland zu gehen? Warst du schon länger im Ausland?

Durch mein eigenes Studium muss ich selbst ein Auslandssemester und –praktikum machen. Ich freue mich schon sehr darauf, obwohl ich noch nicht einmal weiß, wohin es mich verschlägt.

Zwischen dem Abitur und dem Studium war ich zusammen mit einer Freundin in Kanada als freiwillige Arbeiterin in einer Tierauffangstation. Das war eine sehr tolle Erfahrung. Seitdem zieht es mich in fremde Länder und es hat ein großes Interesse in mir geweckt, andere Menschen und ihre Kulturen näher kennen zu lernen.

Wir danken dir für das sehr interessante Gespräch und wünschen dir viel Erfolg weiterhin für dein Studium!

Du hast noch Fragen oder interessierst dich für das Buddy-Programm? Meldet euch gern bei Juliane Wloch.

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